Obwohl viele Menschen intuitiv die Kraft von Ritualen spüren, werde ich immer wieder gefragt, wie und warum sie wirken. Das möchte ich anhand eines Despacho, einem Ritual, das ich häufig durchführe, erklären.

Ein Ritual bündelte bestimmte Kräfte in und um uns zu einem bestimmten Zweck. Und wenn wir diese in Liebe und Harmonie und zum höchsten Wohl von allem was IST auszurichten, dann sprechen wir von weißer Magie.

Das Despacho hat seinen Ursprung in der Pre-Inka Kultur im Raum der Andenregion. Damals gab man verschiedene Opfergaben an Mutter Erde und die Kräfte des Universums, die durch die Spirits und der Natur wirken. So brachte man den Weg der eigenen Seele oder der Gemeinschaft in Einklang mit Himmel und Erde, um so in Gesundheit und Fülle zu leben. Dieses Ritual wurde bis an die Q´ero, ein Bergvolk in den Anden, weitergegeben, die in den letzten Jahrhunderten in über 4000m Höhe zurückgezogen lebten. So bewahrten diese ohne Unterbrechung durch die Kirche und moderne Neuerungen diese Riten und das heilige Wissen um die Kräfte des Lebens. Mit der Prophezeihung von Pachakutek sind sie seit den 60er Jahren aus den Bergen zurückgekehrt. Diese besagt, dass eine Zeit kommen wird, in der gerade in der zivilisierten Welt die alten heiligen Weisheiten benötigen werden, um in Balance und Harmonie zu kommen. Und sie ist mehr als da. 😉

Ich bin sehr froh und dankbar, dass dieses berührende Ritual seinen Weg zu mir und in mein Herz gefunden hat.

Die Q´ eros haben es sehr lange genutzt, um mit Mutter Erde und den Naturkräften in fruchtbarer Verbindung zu bleiben und somit z.B. in 4000m Höhe und eigentlich unfruchtbarem Boden Kartoffeln anbauen zu können. Bis heute leben einige von ihnen fast ausschließlich davon und zwar bei bester Gesundheit. Wie ist das möglich?

Die Wirkung von Ritualen
Ein Despacho oder jedes andere Ritual, das in respektvoller Würdigung und Segnung sowie liebevoller Herzensverbindung mit der Erde, der Natur und dem Kosmos einher geht, bringt kraftvolles, kährendes, lebendiges und lichtvolles Neues hervor. Die Segnung des Essens beim Tischgebet der Christen ist ein Relikt dessen.

Alle Handlungen und Gebete, die auf den Dank an die unsichtbaren Kräften des Lebens und ihren vielfältigen Erscheinungsformen (Natur, Tier, Elemente Mensch) basieren und mit Liebe ausgeführt sind, können große energetische Veränderung mit positiven Effekt bewirken.

Das ist sozusagen die Essenz eines jeden Rituals. Das besondere beim Despacho besteht darin, dass man seine Segnungen und Wünsche mit dem Atmen in die Gaben hinein haucht. Ein bewusster Atem verbindet uns mit unserer göttlichen ureigenen Kraft und Seelenessenz. Hauchen wir diesen nun in Dank und Würdigung für ein Element, eine Qualität oder Spirit, wird eine harmonische energetische Brücke dazu aufgebaut und ins Bewusstsein gerufen sowie eine disharmonische korrigiert.

By the way: Da Energie der Aufmerksamkeit folgt, verbinden wir uns allem, das wir physisch oder auch nur geistig betrachten – auch mit den unangenehmen Dingen ist das so….

Das heißt, nimmst du eine Gabe für das Element Wasser und hauchst dein Gebet hinein, nimmst du Kontakt zum Wasser auf. Du kannst z.B. alle Gewässer segnen, an denen Du schon warst, ihnen dafür danken und dich mit ihrer Kraft verbinden. Du kannst auch um innere seelische Reinigung deiner Emotionen bitten (Gefühle wollen fließen) und sogar deinen Wasserhaushalt harmonisieren. Wenn man mal einen See gesegnet hat und dann darin baden geht, ist es ein ganz anderes Gefühl. Er wird dich willkommen heißen und zu einem Ort der Heilung für dich werden.

Funktioniert genauso mit Bergen, Wäldern und andere Orten. Auch mit dem Hausgeist deiner Wohnung oder deines Hauses kannst du so in liebevolle Übereinstimmung kommen. Schenken wir diesen Aufmerksamkeit, finden wir Ruhe und Kraft in unserem Heim und sind von belastenden Kraftgefügen (wie Streit der Nachbarn, Strassenverkehr) besser abgeschirmt.

Wofür kann man ein Despacho legen?
Ich mache Despachos für verschiedene Anlässe. So ein Ritual kannst du z.B. nicht nur für dich kreieren, sondern andere Personen miteinbeziehen. Wie gesagt, alles ist möglich, hier ein paar Beispiele.

Die Segnung und das Willkommen heißen eines neuen Erdenbürgers, eine wunderbare Alternative zur Taufe, um deinen Nachwuchs in harmonische Ausrichtung zu bringen. Aufgrund der Art, wie Geburten hier zulande von Statten gehen, tragen wir mehr oder weniger große Geburtstraumata mit uns, die in solch einen Ritual gelöst werden können. Man kann auch der Plazenta einen energetischen Platz geben und die Familienbande zwischen Eltern und Kind stärken, sowie die verstorbenen Ahnen um Schutz und Segen bitten.

Ein Vereinigungsritual für die Verbindung zweier Menschen, als Alternative zu einer kirchlichen oder standesamtlichen Trauung. Wenn zwei Menschen bereit sind, ihre Kräfte zwischen Himmel und Erde zu bündeln und zueinander JA zu sagen, in schweren wie in leichten Zeiten, ist das ein Segen für die Erde. Besonders kraftvoll ist es, diese Entscheidung vor den Spirits, Mutter Erde und Gott (dem Universum, höchste Quelle oder wie auch immer deine Bezeichnung sein mag) zu bezeugen und um Beistand und Segen zu bitten. Die Ahnen und die Familienseele können miteinbezogen werden, wodurch eine Kraftebene hinzukommt.

Für die Verbindung mit einem neuen Grundstück, Haus oder einer Wohnung. Jeder Ort, jedes Haus und sogar jede Wohnung hat einen eigenes Energiefeld und somit einen Spirit. Diesen zu informieren und zu würdigen, wenn man ein neues Heim bezieht, erhöht den Wohlfühlfaktor, reinigt von Altlasten und harmonisiert Belastungen, die auf dem Grundstück liegen und hilft eine Neuordnung zu schaffen. Im seelischen Einklang mit dem Ort zu sein, an dem man wohnt, bringt auch Harmonie im Inneren. Auch Baumgeister und andere Naturspirits finden hier ihre Beachtung.

Der Klassiker: Heilungs-Despacho, gerade zu astrologischen und zyklischen Ereignissen, die sich am Mond und Sonnenstand orientieren, sind besonders kraftvoll. Grundlegend können alle seelische Themen bearbeitet und ins Bewusstsein und in Ausgleich gebracht werden.
Der Abschied von einem geliebten Menschen kann in einem Despacho und Heilungsritual für beide Seiten erleichtert werden. In den indigenen Kulturen gehört es dazu, der Seele beim Übergang in die andere Welt durch Gebete und rituelle Handlungen zu helfen sowie als Verblieben den eigenen Gefühlen Raum zu geben, um die Seele des Verstorbenen gehen lassen zu können. Ich kann durch meine Medialität  in unseren Breiten oft Verstorbene wahrnehmen, die noch nicht gegangen und in Leid gebunden sind. Mit einer bewussten Sterbekultur wäre unsere Welt leichter. Auch wenn der Tod schon länger her ist, kann hier wirksam gearbeitet werden.

Warum braucht es Rituale?
Es gibt die Ansicht, es brauche keine Rituale für irgend etwas. Rituale seien altbacken oder eine bewusste Haltung reicht aus.

Doch eben, wie bewusst sind wir wirklich? Wie gewahr sind wir uns der Kräfte, die in uns und um uns wirken? Können wir sie immer wahrnehmen und durch uns wirken lassen zum höchsten Wohle aller ? Oder verliert sich ihre Wirkung verstreut in aller Winde oder sind sie sogar blockiert oder deaktiviert?

Bis heute entdecke ich immer wieder neue Kräfte in mir und um mich, sowie noch unbewusste Schattenanteile, die ans Licht (oder Bewusstsein) gebracht werden wollen, um liebevoll mit mir zu wirken. Da beginnt Heilung.

Und genau das können Rituale uns ermöglichen: Kräfte in uns und um uns wach rufen. Sie lassen uns bewusst mit ihnen in Verbindung aufbauen, liebevoll bündeln und konstruktiv ausrichten. Dann fällt es uns viel leichter zu vertrauen, wenn wir unsere Kräfte kennen und sie uns.

Jederzeit können wir uns in harmonische Ausrichtung bringen, insbesondere mit dem Kosmos, (Schöpfer, Gott) und Mutter Erde. Wir kommen in Übereinstimmung mit unseren Seelenplan und in unsere Mitte. Letztendlich führen alle Wege zur bedingungslosen und allumfassenden Liebe und Herzöffnung, doch es gibt steinige mit leidvollen Umwegen und welche, die in Freude und mit Leichtigkeit zugehen sind. Gesundheit, Glück und Fülle entstehen durch ein harmonisches Wirken der Kräfte in uns und um uns.

Richten wir uns öfter bewusst (mit oder ohne Ritual) aus, werden wir unseren Weg mit anderen, wacheren Augen sehen und gehen.

Also. wie bist du mit dem Leben verbunden? In Angst und Zweifel oder in Liebe und Vertrauen?